Wenn es draussen heiss ist, fühlt sich bei vielen Menschen nicht nur der Kreislauf anders an - auch die Verdauung kann aus dem Takt geraten. Ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl oder mehr Darmgeräusche können im Sommer häufiger auftreten. Dahinter stecken oft veränderte Essgewohnheiten, viel Flüssigkeit oder schlicht die hohen Temperaturen.
Ständig Blähbauch bei Hitze? Das kann helfen
Hohe Temperaturen bringen nicht nur den Kreislauf durcheinander. Auch die Verdauung kann im Sommer leiden. Eis, Sprudel, Rohkost und hastiges Trinken fördern einen aufgeblähten Bauch. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich die Beschwerden jedoch lindern.

Für eine bessere Verdauung: Diese Lebensmittel sind ballaststoffreich

Mit rund 34 Gramm Ballaststoffen pro 100 Gramm sind Chiasamen unübertroffene Ballaststoffbomben. Sie quellen in Flüssigkeit auf, passen gut in Müsli oder Smoothies und sorgen für eine natürliche Darmregulierung. Auch diese Lebensmittel können sich sehen lassen. © Liudmila Chernetska
Warum Hitze den Bauch aufblähen kann
Bei hohen Temperaturen weiten sich die Blutgefässe, damit der Körper Wärme besser abgeben kann. Gleichzeitig können sich Flüssigkeitseinlagerungen verstärken. Das kann dazu führen, dass sich der Bauch gespannt oder aufgebläht anfühlt.
Hinzu kommt, dass sich im Sommer häufig die Ernährung verändert: Eis, kalte Getränke, Grillgerichte, grössere Mengen Obst oder kohlensäurehaltige Getränke können bei empfindlichen Menschen Blähungen begünstigen.
Kohlensäure und Strohhalme besser reduzieren
Wer ohnehin zu Blähungen neigt, sollte bei hohen Temperaturen nicht ausschliesslich auf Mineralwasser mit viel Kohlensäure setzen. Beim Trinken von Sprudel gelangt zusätzlich Gas in den Verdauungstrakt und kann das Völlegefühl verstärken.
Auch durch Strohhalme oder hastiges Trinken kann mehr Luft geschluckt werden. Besser ist es, regelmässig und langsam zu trinken.
Nicht nur Salat und Rohkost essen
Ein grosser Sommersalat wirkt leicht, kann bei empfindlicher Verdauung aber durchaus einen Blähbauch verursachen. Rohes Gemüse wird teilweise schwerer verdaut als gegartes. Besonders Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder grosse Mengen Paprika können bei manchen Menschen Beschwerden auslösen.
Wer merkt, dass der Bauch nach Rohkost regelmässig rebelliert, kann einen Teil des Gemüses stattdessen kurz dünsten oder leicht anbraten.
Leichte Mahlzeiten statt grosser Portionen
Bei Hitze fühlen sich grosse, schwere Mahlzeiten oft besonders unangenehm an. Mehrere kleinere Portionen über den Tag können angenehmer sein als ein sehr grosses Essen.
Auch sehr fettige Speisen können die Verdauung verlangsamen. Leichte Kombinationen aus Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Getreide und einer Eiweissquelle sind für viele Menschen besser verträglich.
Bewegung hilft der Verdauung
Auch wenn bei 30 Grad niemand freiwillig einen Marathon laufen möchte: Ein kurzer Spaziergang nach dem Essen kann die Darmtätigkeit anregen. Am besten wird die Bewegung in die kühleren Morgen- oder Abendstunden gelegt.
Wer lange sitzt, kann ausserdem zwischendurch aufstehen und sich ein paar Minuten bewegen. Das kann nicht nur der Verdauung, sondern auch dem allgemeinen Wohlbefinden bei Hitze guttun.
Nicht jeder Blähbauch kommt von der Hitze
Tritt der aufgeblähte Bauch regelmässig auf, ist sehr stark ausgeprägt oder kommen Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust oder andere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Auch Unverträglichkeiten oder andere Erkrankungen können hinter wiederkehrenden Verdauungsproblemen stecken.
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