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Millionenpublikum verfolgt das bittere WM-Ausscheiden des DFB-Teams

Bis tief in der Nacht drückte ein Millionenpublikum der deutschen Nationalmannschaft die Daumen. Doch auch das konnte das bittere WM-Aus nicht abwenden.

(stk/pn)
Frust pur - nicht nur bei den ausgeschiedenen DFB-Stars, sondern bei Millionen Menschen, die bis spätnachts vor dem TV sassen.
Frust pur - nicht nur bei den ausgeschiedenen DFB-Stars, sondern bei Millionen Menschen, die bis spätnachts vor dem TV sassen. © IMAGO/EPA

Um halb 2 Uhr nachts war es besiegelt, das ebenso dramatische wie umstrittene Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Mexiko, Kanada und den USA. Mit 3:4 im Elfmeterschiessen unterlag das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) der Elf aus Paraguay, bereits im Sechzehntelfinale war der Traum vom WM-Titel damit ausgeträumt.

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Per Mertesacker (l.) und Christoph Kramer, beide Weltmeister von 2014, wurden für ihre Einschätzungen und Analysen im ZDF-Studio bei der EM 2024 ausgezeichnet. Auch bei der WM 26 ist das beliebte Duo wieder dabei.
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Per Mertesacker (l.) und Christoph Kramer, beide Weltmeister von 2014, wurden für ihre Einschätzungen und Analysen im ZDF-Studio bei der EM 2024 ausgezeichnet. Auch bei der WM 26 ist das beliebte Duo wieder dabei. © ZDF/Dominik Asbach.

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An der mangelnden Unterstützung des hiesigen Publikums ist es jedenfalls nicht gescheitert. Trotz der späten Anstosszeit um 22:30 Uhr an einem Montagabend verzeichnete allein das ZDF eine herausragende Quote, wie die AGF Videoforschung ermittelt hat. Im Gesamtpublikum schalteten rund 17,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Das entsprach einem Marktanteil von starken 74,5 Prozent.

In der werberelevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen belief sich der Marktanteil sogar auf rund 79 Prozent. Knapp 6,2 Millionen Menschen wurden hier im Schnitt gemessen.

Zu enttäuscht, um ins Bett zu gehen?

Welche Zahlen jedoch besonders bezeichnend sind: Obwohl sich das Drama bis tief in die Nacht zog, waren viele Zuschauerinnen und Zuschauer offenbar zu frustriert, um direkt ins Bett zu gehen. Und so sahen viele noch die Nachbesprechung des Debakels an, in der unter anderem die ZDF-Experten Per Mertesacker, Christian Streich und Christoph Kramer nach Antworten für das Ausscheiden suchten.

Etwa 3,7 Millionen Menschen blieben demnach nach Spielende vor dem Fernseher sitzen, um die Analyse zu hören. In der Zielgruppe waren es immerhin noch knapp eine Million Personen.

Während für Deutschland der WM-Traum also schon ausgeträumt ist, geht das Märchen für Paraguay ungebremst weiter. Im Achtelfinale wartet wohl jedoch ein gewaltiger Brocken auf sie: Gegner wird entweder Schweden oder WM-Mitfavorit Frankreich sein. Die Partie steigt am 4. Juli ab 23:00 Uhr - ein Termin, den sich viele deutsche Fans wohl frustriert aus dem Kalender streichen werden.

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