Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland erleben Reisende am Flughafen Wien-Schwechat entspanntere Sicherheitskontrollen. Was sich für Flugreisende am grossen österreichischen Drehkreuz ändert.
Ab Samstag, dem 4. Juli, dürfen Flüssigkeiten in Behältern mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern im Handgepäck mitgeführt werden. Möglich machen das moderne Geräte, die zum Ferienstart an allen Kontrollstellen im Einsatz sind.
Die neuen Scanner arbeiten ähnlich wie ein Computertomograph und erstellen dreidimensionale Bilder des Handgepäcks, wodurch Flüssigkeiten deutlich genauer kontrolliert werden können als bisher. Für Passagiere bringt das eine zweite Erleichterung: Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets müssen bei der Sicherheitskontrolle nicht mehr separat aus dem Gepäck genommen werden. Die bisherige Aufforderung, einzelne Teile aus dem Handgepäck zu nehmen, wird durch jene ersetzt, möglichst alles eingepackt zu lassen. Das verkürzt die Wartezeiten und macht den Ablauf an den Kontrollstrassen reibungsloser.
Bis zu zwei Liter statt 100 Milliliter
Die Lockerung bei den Flüssigkeiten ist die augenfälligste Neuerung. Bislang durften Flüssigkeiten nur in Behältern bis 100 Milliliter transportiert werden; die neuen Scanner ermöglichen grössere Mengen und erlauben künftig bis zu zwei Liter pro Behälter. Möglich wird das durch die EU-Zulassung der neuen Technik. Das lästige Umfüllen in kleine Reiseflaschen und der durchsichtige Plastikbeutel entfallen damit. Wichtig bleibt, dass die Behälter verschlossen und auslaufsicher sind - offene Gefässe wie Coffee-to-go-Becher sind weiterhin nicht erlaubt.
Flughafen-Vorstand Julian Jäger kündigte die Umstellung in der «Wien heute»-Reihe «Bei uns» an. Bereits Ende Juni waren rund 30 der insgesamt 35 Kontrollstationen umgerüstet, die restlichen Stationen sollten rechtzeitig zum Ferienstart folgen. In das Grossprojekt mit 35 Sicherheitskontrollstrassen investierte der Flughafen rund 25 Millionen Euro.







