Zu altbacken und zu unförmig? Die Töchter des spanischen Königspaares, Leonor (20) und Sofía (19), erhielten in den vergangenen Jahren für ihre Outfits immer wieder spöttische Kommentare in den sozialen Medien. Vor allem Thronfolgerin Leonor steht bei ihren Auftritten unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit. Wie das spanische Magazin «¡Hola!» nun aber bemerkte, ist Prinzessin Leonor zuletzt mit einem veränderten, modischeren Look aufgetreten. Das kommt in verschiedenen Medien weltweit gut an.
Am deutlichsten wird das britische «Tatler». Leonor gehöre «zu den europäischen Royals mit dem grössten Potenzial in der Modewelt», heisst es dort. «Sie hat einen exquisiten Geschmack». Als Begründung verweist das Blatt auf die Eltern: König Felipe VI. gelte vielen als elegantestes Mitglied eines Königshauses überhaupt, Königin Letizia leiste sich selten einen Fehlgriff.
Vom Rüschenkleid zum Hemdblusenkleid
Das Magazin zeichnet auch nach, wie sich Leonors Garderobe über die Jahre verändert hat. Am Anfang standen kurze Rüschenkleider und Espadrilles, später kamen Midi-Längen, Kombinationen aus Tweed-Rock und Jacke sowie spitze Schuhe dazu. Aktuell greift die Thronfolgerin häufiger zu Hemdblusenkleidern und kräftigen Farben. Der Schlüssel zu ihrem Auftreten liege darin, dass sie sich ihrer Rolle angemessen kleide, ohne die Unbekümmertheit ihrer Zwanzigerjahre abzulegen.
Labels aus der Heimat bevorzugt
Wie eng der Stil der spanischen Königsfamilie zusammenhängt, hat «Newsweek Japan» untersucht. Letizia und ihre Töchter zeigten «ein modisches Erbe, das von Mutter zu Tochter weitergegeben wurde». Ihre Auftritte gingen «über eine einfache Abstimmung der Kleidung hinaus: Es ist eine echte stilistische Verbindung».
Entscheidend sei allerdings, was die Töchter daraus machten: «Ihre Töchter kopieren es nicht wörtlich, sondern interpretieren es neu und passen es ihrer eigenen Persönlichkeit und ihren Proportionen an.» Betont wurde in Japan auch: «Prinzessin Leonor bevorzugt ein klassischeres und eleganteres Image.»
Die italienische «Vanity Fair» schreibt dabei der Königin einen konkreten Einfluss zu: Sie habe ihrer Tochter «einen Sinn für Schlichtheit, eine Ablehnung von auffälligem Schmuck und eine Vorliebe für lokale und erschwingliche Marken vermittelt». Anders als andere Königshäuser, die zu Luxuslabels griffen, setze Leonor auf spanische Mode. Zuletzt trug sie etwa eine Tasche des galicischen Labels Heimat Atlantica.







