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Nicole Kidman: Für Tom Cruise hätte sie ihre Karriere aufgegeben

Nicole Kidman blickt ungewöhnlich offen auf ihre Ehe mit Tom Cruise zurück. Zugleich spricht die Schauspielerin in einem Interview über die schwierige Zeit nach ihrer jüngsten Scheidung und verrät, wie sie sich mit Reisen, Familie und sogar Rave-Nächten einen besonderen Sommer gemacht hat.

(jom/pch)
Nicole Kidman war zweimal verheiratet.
Nicole Kidman war zweimal verheiratet. © Imago images/Cover-Images

Nicole Kidman (59) blickt nach einem turbulenten Jahr nach vorn. Im Interview mit der britischen «Vogue» spricht die Schauspielerin ungewöhnlich offen über ihr Leben nach der Scheidung von Keith Urban (58), ihre frühere Ehe mit Tom Cruise (64) und die Frage, was nun als Nächstes kommt.

Vor allem ihr Rückblick auf Cruise fällt bemerkenswert deutlich aus. Kidman erinnert sich daran, wie jung sie damals gewesen sei. Plötzlich habe sie mit 22 oder 23 Jahren einen weltberühmten Filmstar zum Ehemann gehabt. Für sie habe sich das jedoch völlig natürlich angefühlt. «Wir haben uns einfach wahnsinnig ineinander verliebt, so einfach war das», schildert sie.

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Kaum zu glauben, aber wahr: Auch Nicole Kidman und Lenny Kravitz waren einmal ein Paar.
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Kaum zu glauben, aber wahr: Auch Nicole Kidman und Lenny Kravitz waren einmal ein Paar. © Adam Nemser/INSTAR/ddp images

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Für die Liebe hätte sie alles riskiert

Schon damals hätten Menschen sie gewarnt, die Ehe könne Auswirkungen auf ihre Karriere haben. Kidman habe das nicht interessiert. «Ich bin verliebt. Ich will verheiratet sein», erinnert sie sich an ihre damalige Haltung. Selbst ihre Laufbahn wäre für sie zweitrangig gewesen. Sie führte aus: «Dann war ich seine Ehefrau und sie sagten: ‹Siehst du, wir haben es dir doch gesagt.› Und ich dachte mir: ‹Na und? Sollte ich den Mann, den ich liebe, etwa nicht heiraten? Natürlich werde ich meine Karriere aufgeben. Das ist mir egal.›»

Dass Beziehungen und Trennungen auch mit jahrzehntelanger Lebenserfahrung nicht einfacher werden, macht Kidman an anderer Stelle deutlich. Auf die Frage, ob ihr eine frühere, stark öffentlich beobachtete Trennung bei ihrer jetzigen Scheidung geholfen habe, antwortet sie knapp: «Es ist alles neu.» Und zwar jedes Mal.

«Sehr ängstlich und zutiefst verletzlich»

Die Ehe mit Keith Urban endete nach 19 Jahren. Im vergangenen September wurde das Ehe-Aus öffentlich bekannt. Anfang Januar 2026 wurde die Ehe offiziell geschieden. Über die Einzelheiten will sie nicht sprechen, über ihre Gefühle dagegen schon. Sie beschreibt sich als einen Menschen, der eher mit dem Herzen als mit dem Kopf entscheidet. Sie wolle Dinge ausprobieren, Fehler machen, scheitern, wieder aufstehen und weitergehen.

Besonders wichtig ist Kidman in dieser schwierigen Phase ihre Familie. Ihre Kinder gäben ihrem Leben einen besonderen Sinn, für sie würde sie alles andere stehen und liegen lassen. Ihnen wolle sie vor allem vermitteln, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein seien und sich auf die Unterstützung ihrer Familie verlassen könnten.

Das vergangene Jahr sei nicht einfach gewesen. Sie habe eine andere Vorstellung davon gehabt, wie ihr Leben verlaufen würde. Nun müsse sie sich an die neue Realität anpassen. Ihre Zukunft sei derzeit «völlig ungewiss». Zeitweise sei sie «sehr ängstlich und zutiefst verletzlich» gewesen. Doch statt sich zurückzuziehen, wolle sie mit «enorm viel Hoffnung» nach vorne gehen.

Zwischen Scrabble und Rave-Nächten

Nach Rückzug klingt auch Kidmans Sommer nicht. Die Schauspielerin war in den vergangenen Wochen unter anderem in London, Ibiza, Paris und Portofino unterwegs und spricht selbst von einem «Europa Sommer».

Auf Ibiza zeigte sich die Hollywood-Ikone offenbar experimentierfreudig. Ein Abend bestehe entweder aus einer kleinen Dinnerparty oder einem Rave, erzählt sie. «Ich spiele entweder Scrabble oder ich gehe aus. So einfach ist das.» Für die Clubnächte esse sie gegen 22:30 Uhr zu Abend und gehe anschliessend gegen ein Uhr tanzen. Manchmal setze sie eine dunkle Perücke auf, um unerkannt zu bleiben. In Portofino landete sie nach eigener Aussage sogar mit einem Tamburin auf der Bühne einer Band. «Solange ich von Menschen umgeben bin - also, solange ich Leute dabei habe -, geht es mir gut. Das brauche ich.»

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