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Mel Gibson verrät Details zu möglicher «Lethal Weapon»-Fortsetzung

Mel Gibson gibt ein Update zu «Lethal Weapon 5»: Das Drehbuch ist fertig und der Oscarpreisträger soll auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Doch die turbulente Lage bei Warner Bros. könnte den Start des lang erwarteten Sequels weiter verzögern.

(des/pch)
Danny Glover und Mel Gibson sind die Stars von «Lethal Weapon».
Danny Glover und Mel Gibson sind die Stars von «Lethal Weapon». © IMAGO/ZUMA Press Wire
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Mel Gibson (70) hat neue Details zum fünften Teil der «Lethal Weapon»-Reihe genannt, an dem er seit Jahren arbeitet. In einem Gespräch mit dem US-Portal «Collider» auf der Fan Expo Boston skizzierte der Schauspieler die Ausrichtung des lang erwarteten Sequels. Ein Startkommando des Studios oder einen konkreten Drehbeginn gibt es jedoch bislang nicht. Der erste Teil der Reihe kam 1987 in die Kinos, der bislang letzte 1998.

Die Figuren seien «ganz anders» als in den vorherigen Filmen, so Gibson. Martin Riggs und Roger Murtaugh seien älter geworden: Einer befinde sich im Ruhestand, der andere habe einen Schreibtischjob an- und zugenommen. Der fünfte Teil sei «Low-Tech» gehalten - ohne die für die Reihe typischen Explosionen.

Teil fünf soll weniger Action haben

Gibson merkte an, dass der Film «nur in geringem Masse» an die früheren Filme anknüpft und dass der neue Teil «eine ganz eigene Geschichte» sein werde. Trotz der reduzierten Actionszenen behalte der Film die Energie und Dynamik eines grossen Actionfilms, betonte Gibson.

Als Vergleich führte er seinen eigenen Film «Apocalypto» an: «Das ist eine Verfolgungsjagd zu Fuss, oder? Aber sie ist irgendwie wie eine Verfolgungsjagd mit Autos gefilmt. Er enthält also immer noch alle Elemente der anderen Filme, ist aber bei weitem nicht so kompliziert. Dafür geht es darin mehr um die Menschen, die darin vorkommen.»

Gibson will den neuen Film inszenieren

Der Schauspieler betonte zudem, dass er die Regie für den fünften Teil «auf jeden Fall» übernehmen wolle - eine Entscheidung, die auch im Sinne von Richard Donner (1930-2021) liege. Der Regisseur hatte alle vier bisherigen Teile inszeniert und war im Juli 2021 im Alter von 91 Jahren gestorben.

«Donner, Gott hab ihn selig, sagte zu mir mit dieser tiefen Stimme: ‹Hey, Junge, wenn ich mal das Zeitliche segne, übernimmst du das dann, oder?› Ich sagte: ‹Halt die Klappe! Du gehst doch nirgendwo hin.› Und natürlich ist er gestorben», erinnerte sich Gibson. Nach Donners Tod habe er zunächst geschwiegen. Dann aber seien mehrere Personen auf ihn zugekommen und hätten ihn an die Absprache erinnert. «Ich sagte: ‹Ja, okay.›»

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Berühmte Drehorte: Hier wurde Filmgeschichte geschrieben

Das Zuhause von Frodo und Bilbo Beutlin aus «Der Herr der Ringe» und «Der Hobbit» kann im wahren Leben besichtigt werden. Genauso wie die Brücke aus dem «James Bond»- Film «Skyfall» (r.).
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Das Zuhause von Frodo und Bilbo Beutlin aus «Der Herr der Ringe» und «Der Hobbit» kann im wahren Leben besichtigt werden. Genauso wie die Brücke aus dem «James Bond»- Film «Skyfall» (r.). © Shutterstock.com/ Kritsana Laroque / Shutterstock.com/ muratart

Studio-Konflikte verzögern Drehbeginn

Gibson sagte, Donner habe zum Zeitpunkt seines Todes noch am Drehbuch für den Film gearbeitet, das er anschliessend gemeinsam mit dem Autor Richard Wenk (70) fertigstellte: «Donner arbeitete, als er 90 Jahre alt war, am fünften Teil, und natürlich ist er mitten in der Arbeit verstorben. Also habe ich mich mit dem Drehbuchautor zusammengesetzt, und wir haben es fertiggestellt, wobei wir uns fragten: ‹Was würde Donner tun?› Das war unser Leitgedanke, und ich finde, dass das Drehbuch zum fünften Teil besser ist als alle anderen. Aber es steckt in einer Art industrieller Filmhölle fest, aus der man es nicht befreien kann, um den Film zu drehen.»

Der Oscarpreisträger führt die Verzögerung auf die turbulente Lage bei Warner Bros. zurück und setzt seine Hoffnung auf den geplanten Verkauf des Studios an Paramount unter David Ellison (43): «Richard Wenk und ich haben das Drehbuch fertiggestellt, und wir wollten mit den Dreharbeiten beginnen, aber das Projekt kam einfach nie richtig in Gang. Ich glaube, Warner ist damals irgendwie in den Treibsand geraten ... also ist das Projekt irgendwo untergegangen, und jetzt hat dieser David Ellison von Paramount Warner wohl übernommen oder wird es übernehmen - zumindest sieht es so aus. Und vielleicht, vielleicht lösen sie das Projekt dann aus der Versenkung, und man könnte es in etwa einem Jahr oder so zu sehen bekommen.»

Glover leidet an Alzheimer

Ob es dazu kommt, ist offen: Die Übernahme ist bislang nicht vollzogen. Zwölf US-Bundesstaaten klagen aus kartellrechtlichen Gründen dagegen, ein Bundesgericht stoppte den Zusammenschluss vorläufig. Der Prozess soll im März 2027 beginnen, Paramount hat den geplanten Abschluss auf 2027 verschoben.

Höchst fraglich ist auch die Teilnahme von Danny Glover (80), der in allen vier Filmen Roger Murtaugh spielte. Glover hatte Anfang Juli in einem Interview der NBC-Sendung «Today» öffentlich gemacht, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Die Diagnose war einige Jahre zuvor gestellt worden, kurz nachdem er 2022 den Jean-Hersholt-Ehrenoscar erhalten hatte.

Seither haben sich seine Bewegungen und seine Sprache verlangsamt, auch das Erinnerungsvermögen hat nachgelassen. Dennoch bleibt Glover aktiv, nimmt weiterhin an Veranstaltungen teil und engagiert sich in seiner Heimatstadt San Francisco. «Ich kann in gewisser Weise damit leben», sagte er in dem Interview.

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