König Charles III. (77) hat einer britischen Hutdesignerin die komplette Ernte eines Weizenfeldes auf seinem Landsitz Sandringham in Norfolk überlassen. Empfängerin ist Emily Hurst, die hochwertige Strohhüte für Frauen fertigt und Probleme hat, an ihren wichtigsten Rohstoff zu kommen. Darüber berichten «Hello!» und der «Daily Mirror».
Ein Gespräch mit Folgen
Hurst hatte den Monarchen persönlich auf ihre Lage angesprochen. Sie erhalte kaum noch Maris Widgeon, eine traditionelle britische Weizensorte, die unter Hutmacherinnen und Hutmachern besonders geschätzt wird. Schlechte Ernten und extreme Witterung hätten das Angebot zusammenschrumpfen lassen.
Kurz darauf kam die Zusage vom Hof. Für Hurst ist die Dimension der Spende offenbar noch nicht ganz greifbar. Im BBC-Radiosender Radio 4 sagte sie, aus dem Ertrag eines ganzen Feldes liessen sich möglicherweise Hunderte Hüte herstellen. «Das ist ehrlich gesagt schwer vorstellbar, es fühlt sich immer noch surreal an, es sackt gerade erst.»
Vom Kurs in Highgrove zum Erfolg
Ihr Handwerk lernte Hurst dort, wo Charles seinen privaten Garten pflegt. Sie absolvierte einen 35-wöchigen Lehrgang der Chanel and King's Foundation Millinery Fellowship in Highgrove in Gloucestershire, wo unter anderem an historischen Maschinen gearbeitet wird.
2025 erhielt sie als erste Absolventin des Programms ein Stipendium der Rennbahn Ascot über 10.000 Pfund. Damals sprach sie von einer grossen Ehre und warb für das Material selbst: «Stroh ist ein aussergewöhnlicher und oft übersehener Werkstoff mit tiefer kultureller Bedeutung und einer spannenden Zukunft in der modernen Mode.» Ihr gehe es darum, dass dieses überlieferte Handwerk nicht nur überlebe, sondern wieder aufblühe.
Ihre Entwürfe waren zwischenzeitlich im Highgrove-Shop erhältlich, die Erlöse flossen an die King's Foundation. Inzwischen arbeitet Hurst auch für Luxusateliers.







