«Ich habe einfach nur Fussball gespielt, und jetzt habe ich grosse Zweifel, ob ich das noch lange tun werde», schreibt Lionel Messi in seinem ersten Instagram-Beitrag seit dem Tod seines Vaters und engsten Vertrauten Jorge Messi. Der Argentinier veröffentlichte auf Instagram einen zweiseitigen Abschiedsbrief sowie ein gemeinsames Foto, das er mit «Ich liebe dich, Pa» untertitelte.
«Ich kann immer noch nicht fassen, dass du gegangen bist. Ich begreife es nicht, oder besser gesagt: Ich will es nicht begreifen», schreibt Messi in seinen Zeilen. Dass er nie wieder mit seinem Vater reden werde, mit dem er alles besprochen habe, könne er sich kaum vorstellen. «Ich weiss, dass du gelitten hast und dass es so besser ist, aber du bist zu früh gegangen.»
Eine letzte WM
Viel Raum nimmt in dem Brief die vergangene Weltmeisterschaft ein, bei der sich Messi mit Argentinien im Finale gegen Spanien geschlagen geben musste. Der Vater habe ihn gedrängt, noch einmal bei einer WM anzutreten. «Wenige Tage vor dem Start ging es dir am schlechtesten. Mama sagte mir immer, du würdest wieder gesund und könntest reisen. Ich sagte dir, wir kommen ins Finale, damit du kommen kannst», erinnert sich der Sportler.
Nach jedem Spiel habe er auf eine Nachricht seines Vaters gewartet, schreibt Messi: «Da wurde mir klar, wie ernst die Lage wirklich war.» Das Finale habe er für seinen Vater unbedingt gewinnen wollen, im Spiel jedoch versagt, «meine Beine gaben nicht mehr her. Diesmal habe ich versucht, gegen meinen Körper anzukommen, aber es ging nicht.» Als er anschliessend nach Rosario zurückkehrte, wo sein Vater im Krankenhaus lag, konnten sie nicht mehr über die WM sprechen.
Keine sportliche Zukunft ohne seinen Vater?
Seit Messis Jugend arbeitete Jorge als sein Berater und stand hinter praktisch jeder beruflichen Entscheidung wie dem Wechsel von Barcelona zu Paris Saint-Germain sowie dem Vertrag bei Inter Miami, für den Messi heute spielt. «Du warst Vater, Freund und Berater», heisst es in dem Post. «Du warst in jedem Moment genau die Person, die du sein musstest, und hast dich in nichts geirrt.» Ohne ihn wisse er nicht, wie er weitermachen solle. «Warum konntest du nicht noch ein bisschen durchhalten, damit wir es gemeinsam beenden konnten?»







